Aufenthaltstitel

Ausländer aus Drittstaaten benötigen für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland grundsätzlich einen Aufenthaltstitel.

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Worum geht es?

Das Aufenthaltsrecht unterscheidet zwischen folgenden drei Aufenthaltstiteln:

  • Aufenthaltserlaubnis
  • Niederlassungserlaubnis
  • Aufenthaltskarte (für Familienangehörige eines EU-Bürgers oder für Staatsangehörige eines EWR-Staates).

Die Aufenthaltserlaubnis wird immer befristet und nur zu den folgenden Aufenthaltszwecken erteilt:

  • Ausbildung (§§ 16, 17 AufenthG),
  • Erwerbstätigkeit (§§ 18 - 21 AufenthG),
  • völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe (§§ 22 - 26 AufenthG),
  • familiäre Gründe (§§ 27 - 36 a AufenthG)
  • sonstige Aufenthaltsrechte (§§ 37,38 AufenthG)

Die verschiedenen Erteilungszwecke lösen auch verschiedene Rechtsfolgen aus. Das kann die Frage der Möglichkeit einer Aufenthaltsverfestigung, die Frage der Zulassung einer Erwerbstätigkeit oder auch die Frage des Anspruchs auf bestimmte soziale Leistungen betreffen.

Die Aufenthaltserlaubnis wird als eigenständiges Dokument mit elektronischem Speicher- und Verarbeitungsmedium ausgestellt. Aus den Eintragungen muss die Rechtsgrundlage für die Erteilung hervorgehen. Außerdem muss die Aufenthaltserlaubnis eine Aussage darüber enthalten, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit zugelassen ist.

Die Niederlassungserlaubnis ersetzt die "unbefristete Aufenthaltserlaubnis" und die Aufenthaltsberechtigung.

Beide gelten Kraft Gesetz als Niederlassungserlaubnis fort, ohne dass dieses gesondert dokumentiert werden muss.

Die Niederlassungserlaubnis wird unabhängig vom ursprünglichen Aufenthaltszweck unbefristet und in der Regel ohne Auflagen erteilt.

Die Voraussetzungen zur Erteilung einer Niederlassungserlaubnis sind je nach vorherigem Aufenthalt unterschiedlich und setzen in der Regel gewisse Integrationsvoraussetzungen voraus.

Die Aufenthaltskarte wird an ausländische Ehegatten von EU-Staatsangehörigen erteilt, die selbst nicht Angehörige eines Mitgliedsstaates sind. Einem drittstaatsangehörigen Familienangehörigen, der ein Daueraufenthaltsrecht erworben hat, wird auf Antrag eine Daueraufenthaltskarte ausgestellt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Für die erstmalige Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis sind im Regelfall folgende Unterlagen erforderlich:

  • formloser schriftlicher Antrag oder ausgefülltes Antragsformular,
  • Passfoto,
  • gültiger Nationalpass.

Im Einzelfall können weitere Unterlagen erforderlich sein.

Bitte beantragen Sie die Verlängerung Ihrer Aufenthaltserlaubnis rechtzeitig vor deren Ablauf, da Unterbrechungen des rechtmäßigen Aufenthaltes Nachteile bei einer späteren Beantragung einer Niederlassungserlaubnis oder einer Einbürgerung haben können. Sie können Ihren Antrag schriftlich per Post oder unter abh@osnabrueck.de stellen. Bitte fügen Sie Ihrem Schreiben die oben genannten Unterlagen bei.

Welche Gebühren fallen an?

Die Gebühren richten sich nach §§ 44 ff Aufenthaltsverordnung und können je nach Zweck bis zu 147,00 Euro betragen.

Die bisherige Befreiung von den Gebühren für Familienangehörige Deutscher entfällt.

Was sollte ich noch wissen?

Staatsangehörige der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (Unionsbürgerinnen und -bürger) sind nicht mehr aufenthaltserlaubnispflichtig und müssen keinen Antrag stellen. Sie geben die Gründe für den Aufenthalt bei der Anmeldung an und erhalten in der Regel eine Bescheinigung über ihr gemeinschaftliches Aufenthaltsrecht.

An wen muss ich mich wenden?

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