Steuerrechtliche Bescheinigung

Aufwendungen für den Erhalt von Baudenkmalen können zu Steuervergünstigungen führen.

Worum geht es?

Grundsätzlich kann für Maßnahmen, die nach Art und Umfang erforderlich sind, um ein Gebäude als Baudenkmal zu erhalten eine erhöhte steuerliche Abschreibung in Anspruch genommen werden.

Der Bescheinigungs-Antrag kann erst nach Abschluss der Maßnahmen gestellt werden. Die Bescheinigung wird anschließend beim Finanzamt vorgelegt. Dem Antrag müssen die originalen Schlussrechnungen beigefügt werden.

Was wird vorausgesetzt?

  • Denkmaleigenschaft liegt vor.
  • Denkmalrechtliche Genehmigung liegt vor.
  • Vorherige detaillierte Abstimmung über den Umfang der steuerlich begünstigten Erhaltungsmaßnahmen hat stattgefunden.
  • Maßnahmen sind in allen Teilen entsprechend der Genehmigung ausgeführt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Originalrechnungen – mit Auflistung der erbrachten Einzelleistungen – gewerkeweise chronologisch geordnet und fortlaufend nummeriert (Abschlagsrechnungen und Kostenvoranschläge werden nicht anerkannt, sondern nur Schlussrechnungen)
  • Pauschalrechnungen können nur mit zugehörigen Leistungsverzeichnis, sowie Pauschalvertrag und deren zugehörigen Originalangebot berücksichtigt werden
  • Rechnungen/Angebote müssen Menge, Artikel, Preis oder Leistung eindeutig erkennen lassen (Baustoffe, Sanitär, Elektromaterial, Malerzubehör sind keine Artikelbezeichnungen)

Welche Gebühren fallen an?

Die Kosten für die Ausstellung der Bescheinigung berechnet nach der allgemeine Gebührenordnung (ALLGO) in der jeweils gültigen Fassung.

Was sollte ich noch wissen?

Der Rechnungsempfänger, der gleichzeitig auch Eigentümer sein muss, wird gebeten, nur die abgestimmten bescheinigungsfähigen Aufwendungen einzureichen.

An wen muss ich mich wenden?

Ansprechpartner