Beistandschaften

Die Beistandschaft ist ein Hilfsangebot zur Feststellung der Vaterschaft und Durchsetzung der Unterhaltsansprüche des Kindes.

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Worum geht es?

Die Beistandschaft (nach § 1712 BGB) ist ein kostenloses Hilfsangebot des Fachbereichs für Kinder, Jugendliche und Familien zur 

  • Feststellung der Vaterschaft und/oder
  • Durchsetzung der Unterhaltsansprüche des Kindes.

Wichtiger Hinweis

Möchten Sie die Vaterschaft und/oder die gemeinsame Sorgeerklärung beurkunden lassen, ist dies zurzeit nur mit Termin möglich. Bitte rufen Sie zur Terminvereinbarung den zuständigen Beistand an.

Auskünfte und Bescheinigungen über das alleinige Sorgerecht erhalten Sie bei ihrem Ansprechpartner. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Familiennamen Ihres Kindes.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Beistandschaft
Für die Einrichtung einer Beistandschaft genügt ein schriftlicher Antrag. Den entsprechenden Antrag erhalten Sie nach vorheriger Beratung beim zuständigen Ansprechpartner. Antragsberechtigt ist

  • der Elternteil, dem die alleinige elterliche Sorge zusteht,
  • bei Eltern, die die gemeinsame elterliche Sorge haben, der Elternteil, bei dem das Kind lebt,
  • die werdende Mutter (oder deren Vertreter, wenn die Mutter geschäftsunfähig ist), wenn das Kind noch nicht geboren ist.

Beurkundung
Möchten Sie die Vaterschaft und/oder die gemeinsame Sorgeerklärung beurkunden lassen, vereinbaren Sie bitte vorab telefonisch einen Termin und bringen zu dem Termin einen gültigen Ausweis mit Lichtbild (Personalausweis, Reisepass, Duldung) und die Geburtsanzeige der Klinik oder die aktuelle Geburtsurkunde des Kindes, beziehungsweise bei einer vor der Geburt des Kindes gewünschten Beurkundung den Mutterpass mit dem darin eingetragenen voraussichtlichen Geburtstermin mit.
Für die Beurkundung einer Unterhaltsfestsetzung (Erstfestsetzung) oder einer Unterhaltsänderung (Titeländerung) vereinbaren Sie bitte vorab einen Termin und bringen den schriftlichen Nachweis über die Höhe des festzusetzenden Unterhaltes, ausgestellt zum Beispiel durch den anderen Elternteil, einen Rechtsanwalt, durch das Jugendamt oder durch eine andere Behörde; bei einer Unterhaltsänderung bitte die bisherige Unterhaltsfestsetzung, zum Beispiel eine Jugendamtsurkunde oder gerichtliche Unterhaltsregelung oder Ähnliches mit.

Was sollte ich noch wissen?

Unterhalt für das Kind

Mütter oder Väter, die allein für ein Kind oder einen Jugendlichen sorgen, und junge Volljährige (bis zum 21. Geburtstag) können sich beim Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien zur Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen beraten und unterstützen lassen.

Die Beistandschaft ist ein Angebot für den Elternteil, in dessen Obhut sich das Kind befindet. Es geht über die Beratung und Unterstützung hinaus. Die Mitarbeiter des Fachbereichs für Kinder, Jugendliche und Familien als Beistand kümmern sich dann, so wie es mit dem betreuenden Elternteil vereinbart wurde, um die Vaterschaftsfeststellung und/oder die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes gegenüber dem anderen Elternteil. 

Der Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien wird auf schriftlichen Antrag des Elternteils, bei dem das Kind lebt, Beistand des Kindes. Die Einzelheiten des Antrages können im persönlichen Gespräch mit dem Beistand besprochen werden. Bitte vereinbaren Sie dafür telefonisch einen Termin beim zuständigen Ansprechpartner. 

Als Urkundsperson können die Beistände auch Unterhaltsverpflichtungen beurkunden.

Vaterschaftsfeststellung

Bei einem Kind, dessen Mutter nicht verheiratet ist, bedarf es für die Vaterschaft immer einer besonderen Feststellung, auch wenn die Eltern mit dem Kind als Familie zusammen leben. 

Die Möglichkeiten der Vaterschaftsfeststellung:

Der Vater des Kindes kann kostenlos beim Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien oder beim Standesamt oder auch kostenpflichtig bei einem Notar in einer Urkunde seine Vaterschaft anerkennen. Eine Anerkennung der Vaterschaft ist auch schon vor Geburt des Kindes möglich. Hierzu ist die Zustimmung der Mutter des Kindes in urkundlicher Form erforderlich. 
Sind die Eltern eines Kindes nicht miteinander verheiratet, so hat die Mutter mit der Geburt des Kindes das alleinige Sorgerecht kraft Gesetzes. 

Wollen Sie die elterliche Sorge für Ihr Kind gemeinsam ausüben, so können Sie dies mit einer entsprechenden Sorgeerklärung auch schon vor der Geburt bestimmen. 

Möchten Sie die Vaterschaft und/oder die gemeinsame Sorgeerklärung beurkunden lassen, vereinbaren Sie bitte vorab telefonisch einen Termin und bringen zu dem Termin die oben genannten Unterlagen mit.
Sollte der Vater die Vaterschaft nicht freiwillig anerkennen wollen, können Sie die Hilfe der Beistandschaft in Anspruch nehmen.

Sorgerecht

Sind die Eltern eines Kindes zum Zeitpunkt der Geburt nicht miteinander verheiratet, so hat die Mutter das alleinige Sorgerecht.

Möchten Sie als Eltern die elterliche Sorge für Ihr Kind gemeinsam ausüben, so können Sie dieses durch eine Sorgeerklärung bestimmen. Es ist dabei unerheblich, ob Sie als Eltern zusammen leben.
Die Ausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge bedeutet, dass Entscheidungen, die Ihr Kind grundsätzlich betreffen (zum Beispiel die Wahl der Schule) von Ihnen als Eltern gemeinsam zu treffen sind. Eine gemeinsame Sorgeerklärung kann nur vom Familiengericht wieder geändert werden. 

Die Sorgeerklärung bedarf der Beurkundung. Diese kann kostenfrei im Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien oder kostenpflichtig bei einem Notar vorgenommen werden. Die Abgabe einer Sorgeerklärung ist beim Standesamt nicht möglich.

Die Beurkundung kann bereits vor der Geburt des Kindes erfolgen.

Möchten Sie die gemeinsame Sorgeerklärung beurkunden lassen, vereinbaren Sie bitte vorab telefonisch einen Termin und bringen zu dem Termin die oben genannten Unterlagen mit.